Pyrenäenberghund
Häufig gestellte Fragen
(FAQ) Afterkrallen,
Ohren, Zähne pflege.
Haben Pyrenäenberghunde
Afterkrallen (Wolfskrallen) – und
wie pflegt man sie richtig?
Ja, der Pyrenäenberghund hat Hubertusklauen,
auch Wolfskrallen genannt.
Sie gehören zum Rassestandard und sitzen an
der Innenseite der Hinterläufe. Es handelt sich
um eine zusätzliche, fünfte Zehe.
Diese Krallen nutzen sich kaum ab, da sie keinen
Bodenkontakt haben. Genau deshalb können sie
sehr lang werden, wenn man sie nicht regelmäßig
kontrolliert.
Wir schneiden die Wolfskrallen unserer Hunde
daher regelmäßig. Viele unserer Hunde knabbern
sie sich zwischendurch auch selbst etwas ab –
trotzdem ersetzen sie keine Kontrolle.
⚠️ Wichtig:
In der Kralle befindet sich ein Blutgefäß. Deshalb
schneiden wir immer nur kleine Stücke ab.
Schneidet man zu viel auf einmal, kann es stark
bluten. Das sieht dramatisch aus, ist aber
vermeidbar, wenn man vorsichtig arbeitet.
Wir zeigen in einem Video genau, wie wir es
machen: ruhig, Schritt für Schritt und ohne
Stress.
Wenn man unsicher ist, darf man den Züchter
jederzeit fragen – es ist ein Routinehandgriff, kein
Grund zur Angst.
Wie reinigt man die Ohren eines
Pyrenäenberghundes richtig?
Die Haut im Ohr ist sehr empfindlich. Deshalb gilt
hier: weniger ist mehr.
Ohrenschmalz ist nichts Negatives – im Gegenteil.
Es schützt das Ohr vor Schmutz und
Fremdkörpern.
Man sollte die Ohren daher nicht ständig
reinigen, sondern regelmäßig kontrollieren.
Bitte niemals:
mit Wattestäbchen ins Ohr gehen
im Ohr „herumreiben“
Wenn sich sichtbar zu viel Ohrenschmalz
angesammelt hat, kann man:
ein Wattepad
mit etwas speziellem Ohrenreiniger für Hunde
(beim Tierarzt erhältlich)
verwenden und nur den äußeren Bereich sanft
reinigen.
Wenn:
das Ohr stark riecht
gerötet ist
der Hund viel kratzt oder den Kopf schüttelt
dann bitte nicht selbst experimentieren, sondern
zum Tierarzt gehen.
Es können Parasiten oder Entzündungen
vorliegen.
Müssen die Zähne eines
Pyrenäenberghundes gepflegt werden?
Ja – und am besten schon im Welpenalter.
Wir gewöhnen unsere Hunde f rüh daran, dass:
das Maul berührt wird
Zähne kontrolliert werden
Zahnpflege etwas ganz Normales ist
Wir verwenden:
spezielle Hundezahnbürsten
spezielle Hundezahnpasta (keine Zahnpasta für
Menschen)
Mit zunehmendem Alter ist es wichtig,
regelmäßig auf Zahnstein zu achten. Zu viel
Zahnstein kann Entzündungen verursachen, die
sich auf den ganzen Körper auswirken können.
Wenn nötig, lassen wir das Gebiss beim Tierarzt
professionell reinigen – lieber früh als zu spät.
Ein schöner Nebeneffekt:
Die Pflege stärkt die Bindung. Viele Kinder helfen
dabei mit – natürlich unter Aufsicht – und lernen
so Verantwortung und Achtsamkeit im Umgang
mit dem Hund.
Ein Punkt, der uns wirklich am
Herzen liegt: Pflege ist
Bindung
Wir starten damit schon im
Welpenalter. Nicht perfekt, nicht lange
– aber liebevoll und regelmäßig.
Viele geben pflege „nach außen“ ab.
Kann man machen – aber dann gibt
man auch etwas ab, das für den
Pyrenäenberghund sehr wertvoll ist:
die gemeinsame Gewöhnung, die
Akzeptanz, das Vertrauen.
Copyright du domaine de Blanche-Neige
Pflege ist kein Zwang und
keine Technik.
Sie ist Teil des Zusammenlebens, der
Beziehung und des Vertrauens.
Wer diese Momente ruhig und liebevoll
gestaltet, bekommt viel mehr zurück als
saubere Pfoten oder gekürzte Krallen
Sollten bei Schnee die Haare unter den
Pfoten geschnitten werden?
Diese Frage hören wir im Winter sehr oft –
und sie ist absolut berechtigt.
Hunde geben einen Teil ihrer Körperwärme
über die Pfotenballen ab.
Dort wird es warm, Schnee bleibt
haften und kann zu festen Schneeklumpen
gefrieren.
Viele Hunde beginnen dann intensiv zu lecken,
was wiederum zu Hautreizungen oder
Ekzemen führen kann.
Unser Rat aus Erfahrung:
Die Haare zwischen den Ballen leicht kürzen,
nicht rasieren.
So:kann weniger Schnee anfrierenbleiben die
Pfoten besser belüftet wird unnötiges Lecken
vermiedenDie Pfoten selbst bleiben dabei
vollständig geschützt.
Es geht nicht um „schön“, sondern um
Komfort und Wohlbefinden.